
Heute ist es wieder soweit – Muttertag! Der Tag, an dem wir sie hochleben lassen, die Mütter.
Was sollen wir unternehmen, welches Gasthaus, oder vielleicht doch besser zuhause kochen, wo findet eine schöne Veranstaltung statt, was könnte man der Mutter schenken. Und auch immer wieder die Frage, ob es wirklich darum geht, Danke zu sagen, oder ob dieser Tag eher dazu dient, die Wirtschaft zu beleben.
Ich bin ja auch Mutter und bemerke eine Veränderung. Meine Rolle als Mutter ändert sich, ein Wandel macht sich bemerkbar, schleichend taucht er auf.
Die Kinder sind erwachsen, das Baby- und Kleinkindalter ist lange vorbei, Kindergarten und Schulzeiten sind abgeschlossen, sie haben fast alle das Haus verlassen, sind erwachsen geworden, haben eigene Interessen und gehen ihre eigenen Wege.
Nun bemerke ich, dass sich meine Rolle als Mutter dahingehend ändert, dass ich es nun bin, die öfter die Hilfe meiner Kinder in Anspruch nimmt. Bei Fragen den Computer oder andere technische Dinge betreffend sowieso, aber auch bei ganz alltäglich Dingen bitte ich sie öfter um Hilfe.
Und das ist eine Entwicklung, die mir gar nicht so gut gefällt. Denn ich habe mir vorgenommen, dass ich auf keinen Fall eine von den Müttern werden möchte, die ihre Kinder schon beim Öffnen der Haustüre mit einem: „Schön, dass du da bist, könntest du mir nicht bitte…..“ begrüßen.
Das werde ich auf alle Fälle verhindern, denn sie sollen unbeschwert nach Hause kommen. Ich möchte, dass sie so bleiben, diese Zusammentreffen, die ich so sehr liebe.
Das gemeinsame Lachen, der Gedankenaustausch, die dabei entstehenden Diskussionen, ein ständiges Geben und Nehmen, das niemals einseitig werden soll.
Daran werde ich arbeiten, das ist mein Vorsatz den
Muttertag betreffend, und nicht nur den Muttertag, sondern alle Tage!
Bild: maine coon