
Die Feiertage sind vorüber, ein paar Urlaubstage gehören der Vergangenheit an, der Alltag hat mich wieder.
Einen dieser Urlaubstage werde ich besonders in Erinnerung behalten, einen Tag an dem gar nichts Aufregendes passierte, der aber einer dieser Tage war, an dem alles passte.
Manchmal gibt es sie ja, diese Tage, wo man schon beim Aufstehen merkt… heute passt alles, oder man könnte es auch so ausdrücken – wo alles im Einklang ist, wo schon der Frühstückskaffee besonders gut schmeckt, wo die Leute freundlicher sind, wo einem alles leichter gelingt, Dinge, die man schon ewig vor sich herschiebt, sich ganz leicht, praktisch wie von selbst erledigen.
Und auf einmal war einer dieser Tage da, wo alles im Einklang war. Die Diskussionen über das Tagesprogramm verfolgte ich ruhig und gelassen, schließlich ist es oft gar nicht so einfach die Wünsche, Vorstellungen oder Befindlichkeiten von sechs Personen unter einen Hut zu bringen.
Mein Tagesprogramm stand sowieso fest… erst raus und eine Runde auf der Langlaufloipe drehen, darauf freute ich mich schon und anschließend das Weltcuprennen verfolgen.
Wir verbrachten eine Woche in Bad Kleinkirchheim, wo gerade zu diesem Zeitpunkt ein Weltcuprennen auf dem Programm stand, eine gute Gelegenheit einmal so ein Event „live“ zu erleben.
Also drehte ich meine Runden auf der Langlaufloipe, es war herrlich, alles ging leicht und locker, keine Spur von Überwindung oder Müdigkeit, der Kopf wurde frei, ich hatte das Gefühl, dass sich ewig weiterlaufen könnte. Vielleich ist das ja dieses Gefühl, das diejenigen empfinden, die so gerne Joggen, die stundenlang laufen können.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Weltcuprennen.

Viele Sportbegeisterte waren schon da, es war ja fast wie ein kleines Wunder, dass das Rennen nach dem Sturm am Vortag ganz problemlos und bei guten Bedingungen stattfinden konnte.
Bald standen wir mitten in der Menge, umringt von Fahnen, Hupten, Tröten, witzigen Typen,...

Alle waren auf der Suche nach einem Platz, der die beste Übersicht bot.

Endlich startete das Rennen, die Stimmung stieg als Elisabeth Görgl an den Start ging, die Zwischenbestzeiten auf dem großen Bildschirm aufleuchteten, und erreichte ihren Höhepunkt als sie dann auch wirklich siegte!
Als Draufgabe folgte dann noch ein gemütlicher Nachmittag und Abend in fröhlicher, lockerer und entspannter Stimmung.
Einfach ein schöner Tag!
Ich frage mich, warum kann man solche Tage, wo alles im Einklang ist, nicht abspeichern und sie bei Bedarf hervorholen und sich in dieses Gefühl hineinversetzen wenn es einmal nicht so toll läuft, wenn man schon in der Früh merkt, dass es einer dieser Tage ist, wo einfach alles schief läuft?