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Der Zweig, der nachgibt, bricht nicht (Aus Japan)

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Sonntag, 15.01.2012, 10:19

Die Feiertage sind vorüber, ein paar Urlaubstage gehören der Vergangenheit an, der Alltag hat mich wieder.

Einen dieser Urlaubstage werde ich besonders in Erinnerung behalten, einen Tag an dem gar nichts Aufregendes passierte, der aber einer dieser Tage war, an dem alles passte.

Manchmal gibt es sie ja, diese Tage, wo man schon beim Aufstehen merkt… heute passt alles, oder man könnte es auch so ausdrücken – wo alles im Einklang ist, wo schon der Frühstückskaffee besonders gut schmeckt, wo die Leute freundlicher sind, wo einem alles leichter gelingt, Dinge, die man schon ewig vor sich herschiebt, sich ganz leicht, praktisch wie von selbst erledigen.

Und auf einmal war einer dieser Tage da, wo alles im Einklang war. Die Diskussionen über das Tagesprogramm verfolgte ich ruhig und gelassen, schließlich ist es oft gar nicht so einfach die Wünsche, Vorstellungen oder Befindlichkeiten von sechs Personen unter einen Hut zu bringen.

Mein Tagesprogramm stand sowieso fest… erst raus und eine Runde auf der Langlaufloipe drehen, darauf freute ich mich schon und anschließend das Weltcuprennen verfolgen.

Wir verbrachten eine Woche in Bad Kleinkirchheim, wo gerade zu diesem Zeitpunkt ein Weltcuprennen auf dem Programm stand, eine gute Gelegenheit einmal so ein Event „live“ zu erleben.

Also drehte ich meine Runden auf der Langlaufloipe, es war herrlich, alles ging leicht und locker, keine Spur von Überwindung oder Müdigkeit, der Kopf wurde frei, ich hatte das Gefühl, dass sich ewig weiterlaufen könnte. Vielleich ist das ja dieses Gefühl, das diejenigen empfinden, die so gerne Joggen, die stundenlang laufen können.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Weltcuprennen.


Viele Sportbegeisterte waren schon da, es war ja fast wie ein kleines Wunder, dass das Rennen nach dem Sturm am Vortag ganz problemlos und bei guten Bedingungen stattfinden konnte.



Bald standen wir mitten in der Menge, umringt von Fahnen, Hupten, Tröten, witzigen Typen,...

Alle waren auf der Suche nach einem Platz, der die beste Übersicht bot.
Endlich startete das Rennen, die Stimmung stieg als Elisabeth Görgl an den Start ging, die Zwischenbestzeiten auf dem großen Bildschirm aufleuchteten, und erreichte ihren Höhepunkt als sie dann auch wirklich siegte!

Als Draufgabe folgte dann noch ein gemütlicher Nachmittag und Abend in fröhlicher, lockerer und entspannter Stimmung.
Einfach ein schöner Tag!

Ich frage mich, warum kann man solche Tage, wo alles im Einklang ist, nicht abspeichern und sie bei Bedarf hervorholen und sich in dieses Gefühl hineinversetzen wenn es einmal nicht so toll läuft, wenn man schon in der Früh merkt, dass es einer dieser Tage ist, wo einfach alles schief läuft?


Freitag, 30.12.2011, 18:12

Weihnachten ist vorbei, das Jahr neigt sich dem Ende zu, der letzte Arbeitstag im alten Jahr, …eigentlich wäre ja jetzt die Zeit für die guten Vorsätze mit denen man das neue Jahr begrüßen will. Nur, mir will heuer überhaupt kein guter Vorsatz einfallen.

Vielleicht liegt es ja daran, dass Weihnachten für mich heuer noch schneller als sonst gekommen und genauso schnell wieder vergangen ist, nur der Christbaum steht noch da, so als Erinnerung.

Oder vielleicht liegt es auch am Wetter, das heuer so überhaupt keine weihnachtliche oder winterliche Stimmung aufkommen lassen will. Nebel, Nieselregen, Plusgrade, mehr wie Novemberwetter.

Ich werde daher das neue Jahr einfach an mich herankommen lassen, abwarten was es für mich bereit hält und versuchen, das Beste daraus zu machen.

Und für die berufliche Entscheidung, die ich heuer endgültig treffen muss, die ich jetzt nicht mehr rausschieben kann, helfen keine guten Vorsätze.

Das neue Jahr ist daher für mich eher so wie eine Weggabelung an der ich stehe und mich frage… welcher Weg ist jetzt der richtige oder der bessere Weg für mich?




Montag, 26.12.2011, 15:07

Heuer hat das Friedenslicht oder Friedenslicht aus Bethlehem auch uns erreicht!

Am Heiligen Abend läutete eine Bekannte an unserer Tür, in der Hand eine kleine Laterne, darin eine brennnende Kerze. „Frohe Weihnachten, und ich bringe auch Euch das Friedenslicht aus Bethlehem“, sagte sie zu mir. Erstaunt bedankte ich mich, holte eine kleine Laterne und entzündete eine Kerze an ihrem Friedenslicht.

Da stand sie nun, die kleine Laterne und darin brannte die Kerze mit dem Friedenslicht. Bald darauf kam meine Tochter, bestaunte das Friedenslicht und fand die Idee so gut, dass wir noch eine kleine Laterne holten, sie entzündete ihre Kerze und sie nahm ihr Friedenslicht mit in ihre Wohnung.

Schließlich begann mich die Sache wirklich zu interessieren und ich setzte mich zum PC, um genauere Details über das Friedenslicht zu erfahren:

Das Friedenlicht aus Bethlehem ist eine Aktion, die 1986 vom österreichischen Fernsehsender ORF ins Leben gerufen wurde.
Das Licht wird in der Vorweihnachtszeit von einem Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und per Flugzeug der Fluglinie Austrian (die diese Aktion unterstützt) nach Wien gebracht. Von dort aus wird es nach einem Aussendungsgottesdienst weiter auf den Weg geschickt.

Am Heiligen Abend wir es in ganz Österreich und in mehr als 25 europäischen Ländern vom Roten Kreuz, den Feuerwehren, den Pfadfindern und vielen anderen Organisationen verteilt.

Von meiner Bekannten erfuhr ich, dass das Friedenslicht am Heiligen Abend zeitig in der Früh auch durch unseren Ort reist und zwar in einem Zug. Beim Aufenthalt dieses Zuges in unserem Ort wird es an die darauf wartenden übergeben und dann von „von Hand zu Hand“ an deren Verwandte und Freunde weiter gereicht.

So nahm auch ich die kleine Laterne, ging zu meinen Nachbarn , wünschte ihnen so wie alle Jahre ein Frohes Weihnachtsfest und reichte gleichzeitig das Friedenslicht weiter.

Und es war irgendwie eigenartig… alle bestaunten sie die kleine Flamme und nahmen sie fast ehrfurchtsvoll, oder gerührt in Empfang.

Dann habe ich noch diese schönen und so wahren Worte zum Thema Friedenslicht im Internet entdeckt:

Das Licht erinnert daran, dass sich die Menschen für den Frieden einsetzen müssen. Alle sind aufgefordert, in ihrem Bereich und in ihrem Leben Frieden zu schaffen. So wie die kleine Flamme millionenfach von Kerze zu Kerze, von Hand zu Hand weitergegeben wird, so muss auch der Friede von Mensch zu Mensch wachsen.

Friedenslicht….. ein Weihnachtsbrauch geht um die Welt!